{"id":36,"date":"2015-04-22T19:11:32","date_gmt":"2015-04-22T19:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/vereinigte-hilfen-stuttgart.de\/?page_id=36"},"modified":"2026-06-14T12:42:22","modified_gmt":"2026-06-14T10:42:22","slug":"die-schirmherrin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/vereinigte-hilfen-stuttgart.de\/?page_id=36","title":{"rendered":"Unsere Schirmherrin"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liselotte Rommel<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/vereinigte-hilfen-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Liselotte-Rommel-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"204\" height=\"276\" src=\"https:\/\/vereinigte-hilfen-stuttgart.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Liselotte-Rommel-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1062\" style=\"aspect-ratio:0.6816093554225254;width:263px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">18. M\u00e4rz 1929 bis 21. Mai 2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Nachruf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Tode von Liselotte Rommel verlieren die <em>Vereinigten Hilfen \u2013 Wir f\u00fcr Euch e.V. <\/em>eine engagierte Schirmherrin, die sich mit gro\u00dfem Herzen und weitsichtiger Klugheit wirklich dem Wohl ihrer Mitmenschen verschrieben hatte. 2009, anl\u00e4sslich der Verleihung der Staufermedaille in Gold sagte der damalige baden-w\u00fcrttembergische Ministerpr\u00e4sident G\u00fcnther Oettinger \u00fcber sie: \u201eWer glaubt, dass Zur\u00fcckhaltung und Bescheidenheit nicht zu vereinbaren seien mit Tatkraft, Zielstrebigkeit und Eigenst\u00e4ndigkeit, der wird von Liselotte Rommel eines Besseren belehrt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liselotte Rommel war fast seit der ersten Stunde die Schirmherrin der <em>Vereinigten Hilfen<\/em>. Denn nur ein halbes Jahr nach deren Gr\u00fcndung, n\u00e4mlich im September 1991, trat sie dieses Ehrenamt an und behielt es bei bis zu ihrem Tode. Warum sie als First Lady der Landeshauptstadt, die sich bereits anderer Ehren\u00e4mter angenommen hatte und der st\u00e4ndig weitere \u00c4mter angetragen worden waren, sich dennoch f\u00fcr die <em>Vereinigten Hilfen<\/em> entschieden hatte, begr\u00fcndete sie gleich dreifach:<br>Erstens, weil die Vereinigten Hilfen Menschen ohne b\u00fcrokratische Umwege helfen und weil sie daf\u00fcr Menschen, die helfen k\u00f6nnen und wollen, mit denen, die Hilfe brauchen, zusammenbringen.<br>Zweitens, weil sie dadurch den \u00fcbrigen Hilfsorganisationen keine Konkurrenz machen, sondern sie erg\u00e4nzen.<br>Und drittens, weil sie sich nicht durch \u00f6ffentliche Zusch\u00fcsse finanzieren, sondern durch Mitgliedsbeitr\u00e4ge und Spenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liselotte Rommel wurde 1929 in Ulm als Liselotte Daiber geboren. Sie studierte Geschichtswissenschaft und Romanistik f\u00fcrs Lehramt, sprach flie\u00dfend Franz\u00f6sisch, Englisch, Italienisch sowie etwas Russisch und arbeitete 14 Jahre lang als Lehrerin am Gymnasium K\u00f6nigin-Katharina-Stift in Stuttgart.<br>W\u00e4hrend der 22-j\u00e4hrigen Amtszeit ihres Mannes Manfred Rommel als Stuttgarter Oberb\u00fcrgermeister unterst\u00fctzte sie ihn, doch \u00f6ffentliches Aufhebens um ihre Person lehnte sie stets ab. Sie begleitete ihren Mann aber auf internationale Reisen wie beispielsweise in die Partnerst\u00e4dte St. Louis und Kairo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die <em>Vereinigten Hilfen<\/em> waren nicht ihr einziges ehrenamtliches Engagement. \u00dcber lange Zeit hinweg war sie die erste Vorsitzende des Schw\u00e4bischen Frauenverein e.V., eines traditionsreichen Stuttgarter Vereins. Dann geh\u00f6rte sie dem Vorstand des Anna-Haag-Hauses an, einem intergenerativen Zentrum in Stuttgart-Bad Cannstatt, das Jung und Alt unter einem Dach verbindet. Und nicht zuletzt war sie aktives Vorstandsmitglied im Deutsch-Amerikanischen Frauenclub (GABC)und f\u00f6rderte damit den transatlantischen und kulturellen Austausch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir alle von den <em>Vereinigten Hilfen<\/em> werden ihre stets freundliche und humorvolle Art, ihr Wirken und ihr Engagement vermissen. Wir alle von den <em>Vereinigten Hilfen<\/em> werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren und werden sie nie vergessen. Unser tiefes Mitgef\u00fchl gilt ihrer Familie und allen Angeh\u00f6rigen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h4 class=\"ueberschrift3\"><strong>Wir erinnern an ihr Gru\u00dfwort anl\u00e4sslich der Antrittsrede als Schirmherrin der Vereinigten Hilfen im Jahr 1991: <\/strong><\/h4>\n<p>&#8222;Als First Lady der Landeshauptstadt Stuttgart werden mir immer wieder Ehren\u00e4mter und Aufgaben im sozialen Bereich angetragen, die ich lange nicht alle wahrnehmen kann. Denn meine Freizeit ist knapp begrenzt, wie Sie gleich erfahren werden. Dennoch bin ich Vorsitzende des Schw\u00e4bischen Frauenvereins und geh\u00f6re dem Vorstand des Anna-Haag-Hauses und dem Vorstand des deutsch-amerikanischen Frauenclubs an, alles Aufgaben, die ich auch sehr gerne erf\u00fclle.<\/p>\n<p>Meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen und das Wissen um die Notwendigkeit privaten Engagements im Bereich der Altenpflege haben mich veranlasst, ein weiteres Ehrenamt anzunehmen, die Schirmherrschaft des Stuttgarter Vereins Vereinigte Hilfen &#8211; Wir f\u00fcr Euch.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist stundenweise eine qualifizierte Kraft zu finden. Bis vor zwei Jahren war meine heute 84-j\u00e4hrige Mutter noch sehr agil. Von einem Tag auf den anderen lie\u00df ihre Kraft nach. Sie wurde bettl\u00e4gerig. Nun versorge ich sie zusammen mit einer Fachkraft hier im Hause.<\/p>\n<p>Ich halte es f\u00fcr ganz wichtig, dass die Hilfskraft zu einer echten Bezugsperson f\u00fcr die ganze Familie wird. Dann ist es aber n\u00f6tig, dass die Person nicht t\u00e4glich wechselt. Oft fehlt es n\u00e4mlich nicht so sehr an fachlicher Anleitung, sondern an Zuwendung f\u00fcr ein bis an seine Grenzen belastetes Familienmitglied.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist die Pflege selbst nicht so schwer, aber dem Anspruch meiner Mutter gerecht zu werden, immer f\u00fcr sie da zu sein, das kostet Kraft. Manchmal scheint es mir, als vergleiche sie ihren fr\u00fcheren Einsatz f\u00fcr mich mit meinem heutigen f\u00fcr sie. Der Weg, bis man sich gegenseitig akzeptiert, ist lang und kann m\u00fchsam sein. Trotzdem ist es ungeheuer wichtig, dass alte Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben k\u00f6nnen. In ihrem gewohnten Stadtteil und m\u00f6glichst in ihrer eigenen Wohnung.&#8220;<\/p>\n<p>Die Vereinigten Hilfen &#8211; 1991 gegr\u00fcndet und erfolgreich ausgebaut von Frau Hildegard G\u00f6hrum &#8211; unterst\u00fctze ich aus folgenden Gr\u00fcnden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Vereinigten Hilfen versuchen Menschen, die in einer akuten Notlage sind, ohne b\u00fcrokratische Umwege zu helfen. Dies gelingt in vielen F\u00e4llen, indem sie Menschen, die helfen k\u00f6nnen und wollen, mit Menschen, die Hilfe brauchen zusammenbringen.<\/li>\n<li>Die Vereinigten Hilfen machen den \u00fcbrigen Hilfsorganisationen keine Konkurrenz, sondern erg\u00e4nzen sie.<\/li>\n<li>Die Vereinigten Hilfen finanzieren sich nicht durch \u00f6ffentliche Zusch\u00fcsse, sondern durch Mitgliederbeitr\u00e4ge und Spenden. Es ist ihnen gelungen, grunds\u00e4tzliche Bereitschaft zu ehrenamtlicher sozialer T\u00e4tigkeit zu organisieren und wirksam werden zu lassen. Die T\u00e4tigkeit f\u00fcr die &#8222;Vereinigten Hilfen&#8220; macht Freude.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Liselotte Rommel<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liselotte Rommel 18. M\u00e4rz 1929 bis 21. 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